Terminkalender
ExpertenAbend - Teil 7
Radon und Thoron in historischen denkmalgeschützten Gebäuden – eine besondere Herausforderung für Messtechnik und Sanierung
Die Veranstaltung vermittelt praxisnah, wie radioaktive Belastungen in Bestandsgebäuden erkannt, bewertet und reduziert werden können und beleuchtet die Frage, welches Sanierungsziel realistisch und fachlich sinnvoll ist.
REFERENT/IN
Dipl. Ing. Richard Zinken (Radonfachperson, Stiftung B.A.U., Radea Stammhaus GmbH)
Dipl. Biol. Pamela Jentner (staatlich anerkannte Stelle §155 StrSchV, Bundesamt für Strahlenschutz)
VERANSTALTUNGSLEITUNG
Pamela Jentner (Verband Baubiologie, Stiftung B.A.U., OrangePEP GmbH)
VERANSTALTER
Verband Baubiologie e.V., Margarethenweg 7, 53474 Bad Neuenahr
Tel: 0049-(0)2641-911 93 94 (Sprechzeiten: Mo./ Mi./ Fr.: 10-12 Uhr)
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
VERANSTALTUNGSORT
Online, Zoom-Konferenzraum (für Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenfreie Nutzung von Zoom)
Experten vermitteln ihr Wissen zu einem speziellen Thema des Abends mit anschließender Frage- und Antwortrunde.
Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, das aus dem Boden und aus bestimmten Baustoffen freigesetzt wird und sich in Gebäuden anreichern kann. Da Radon farb-, geruch- und geschmacklos ist, bleibt eine Belastung ohne gezielte Messung unentdeckt. Langfristig erhöhte Radonkonzentrationen stellen jedoch ein relevantes gesundheitliches Risiko dar und rücken zunehmend in den Fokus von Baupraxis, Sanierung und Gebäudebewertung.
Besondere Herausforderungen ergeben sich bei historischen und denkmalgeschützten Gebäuden. Bauweise, Materialien, Nutzungsänderungen sowie Einschränkungen durch den Denkmalschutz erfordern eine sorgfältige Gebäudeanalyse, eine angepasste Radon- und Thoron-Messtechnik sowie maßgeschneiderte Sanierungsstrategien.
Die Veranstaltung vermittelt praxisnah, wie radioaktive Belastungen in Bestandsgebäuden erkannt, bewertet und reduziert werden können. Dabei wird auch die Frage beleuchtet, welches Sanierungsziel realistisch und fachlich sinnvoll ist: die Einhaltung des gesetzlichen Referenzwerts von 300 Bq/m³ im Jahresmittel oder die Annäherung an den von der WHO empfohlenen Zielwert von 100 Bq/m³. Abschließend wird gezeigt, wie der Sanierungserfolg überprüft und dauerhaft abgesichert werden kann.
Programmpunkte
1. Radon und Thoron – Grundlagen und Risiken
Entstehung, Vorkommen und gesundheitliche Bedeutung radioaktiver Belastungen in Gebäuden
2. Historische Gebäude im Fokus
Bauweise, Materialien und typische Eintrittspfade bei Alt- und Denkmalbauten
3. Messkonzepte und Messtechnik
Radon- und Thoronmessungen, Langzeit- und Kurzzeitmessungen, Besonderheiten der Bewertung
4. Sanierungsstrategien unter Denkmalschutz
Bauliche, lüftungstechnische und nutzungsbezogene Maßnahmen im Spannungsfeld von Substanzerhalt und Wirksamkeit
5. Sanierungsziel und Erfolgskontrolle
Referenzwert 300 Bq/m³ oder WHO-Zielwert 100 Bq/m³ – Zieldefinition, Machbarkeit und messtechnische Überprüfung





